Geschäftsentwicklung Konzern

Umsatz

Der Sartorius Konzern entwickelte sich im Berichtsjahr mit zweistelligen Zuwächsen sehr dynamisch. Zudem wirkten sich Wechselkurseffekte positiv aus. Aufgrund der herausragenden Entwicklung der größten Konzernsparte Bioprocess Solutions übertraf Sartorius sein zu Jahresanfang prognostiziertes Wachstumsziel.

So erhöhte sich der Konzernumsatz wechselkursbereinigt um 16,0 % auf 1.114,8 Mio. €, der nominale Anstieg belief sich auf 25,1 %.

Umsatz und Auftragseingang

in Mio. €20152014Δ in %
nominal
Δ in %
wb
Umsatz1.114,8891,225,116,0
Auftragseingang1.172,7929,226,217,1

Das Wachstum des Konzerns wurde im Berichtsjahr durch beide Sparten getragen. Wesentlicher Wachstumstreiber war erneut die Sparte Bioprocess Solutions, die angesichts der stärker als erwarteten Expansion des weltweiten Biopharmamarktes und Marktanteilsgewinnen deutlich zweistellig zulegen konnte. Ihr Umsatz erhöhte sich wechselkursbereinigt um 20,9 % von 615,6 Mio. € auf 809,2 Mio. € (nominal + 31,4 %). Die im Berichtsjahr akquirierten Unternehmen BioOutsource Ltd. und Cellca GmbH lieferten einen Beitrag zum Umsatzwachstum der Sparte von wechselkursbereinigt knapp 2 Prozentpunkten.

Die Sparte Lab Products & Services verzeichnete im Berichtsjahr einen wechselkursbereinigten Umsatzzuwachs von 5,0 % auf 305,5 Mio. € (Vorjahr 275,5 Mio. €). Nominal legte der Umsatz um 10,9 % zu.

Weitere Informationen zur Geschäftsentwicklung der Konzernsparten befinden sich auf den Seiten Bioprocess Solutions und Lab Products & Services.

Alle nachfolgend dargestellten Veränderungsraten zur regionalen Entwicklungen sind wechselkursbereinigt, sofern nicht anderweitig angegeben.

Sartorius erzielte im Berichtsjahr in allen Regionen deutliche Zuwächse. In der Region EMEA, der mit einem Anteil von rund 45 % umsatzstärksten Region, stieg der Umsatz um 15,7 % auf 505,5 Mio. € (nominal + 17,1 % gegenüber 431,5 Mio. €). Während die Sparte Bioprocess Solutions aufgrund der starken Nachfrage nach allen Produktbereichen mit einem Plus von 22,6 % zweistellig zulegen konnte, stieg der Umsatz der Sparte Lab Products & Services um 2,9 %.

Die Region Amerika, auf die im Jahr 2015 rund 34 % des Konzernumsatzes entfielen, bildet aufgrund ihres großen Marktpotenzials einen Schwerpunkt in der Wachstumsstrategie von Sartorius. Im Berichtsjahr erzielte Sartorius in dieser Region mit einem Plus von 21,1 % auf 371,7 Mio. € die größten Zuwachsraten (nominal + 42,8 % gegenüber 260,3 Mio. €). Die Sparte Bioprocess Solutions gewann im weltgrößten Biopharmamarkt weitere Marktanteile und verbuchteeinen Umsatzanstieg von 25,9 %. Der Umsatz der Sparte Lab Products & Services erhöhte sich gegenüber einer hohen Vergleichsbasis um 1,8 %.

Der Umsatz in der Region Asien | Pazifik, die rund 21 % des Konzernumsatzes ausmacht, verbesserte sich im Berichtsjahr angetrieben durch beide Konzernsparten um 9,8 % auf 237,6 Mio. € im Vorjahr (nominal + 19,2 % gegenüber 199,4 Mio. €). In der Sparte Bioprocess Solutions stieg das Auftragsvolumen im Jahr 2015 zweistellig, während der Umsatz im Vergleich zu einem hohen Vorjahreswert um 8,9 % zulegen konnte. Der Umsatz der Sparte Lab Products & Services stieg um 11,4 %.

Kosten und Ergebnis

Sartorius hat im Jahr 2015 seine Berichterstattung geringfügig angepasst. So werden planmäßige Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungsleistungen nun in den Kosten der umgesetzten Leistung ausgewiesen (zuvor Forschungs- und Entwicklungskosten). Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreswerte entsprechend angepasst.

Die Kosten der umgesetzten Leistung lagen im Berichtsjahr bei 563,0 Mio. €. Im Vergleich zum Umsatzzuwachs von 25,1 % legten sie unterproportional um 20,2 % zu. Die Umsatzkostenquote belief sich auf 50,5 % gegenüber 52,6 % im Vorjahr.

Die Funktionskosten des Sartorius Konzerns entwickelten sich im Geschäftsjahr 2015 wie folgt: Für den Vertrieb legten die Aufwendungen ebenfalls unterproportional zum Umsatz um 12,8 % auf 225,9 Mio. € zu. Der Anteil der Vertriebskosten am Umsatz reduzierte sich von 22,5 % im Vorjahr auf 20,3 %.

Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand stieg im Berichtsjahr in beiden Konzernsparten. Er legte auf Konzernebene gegenüber dem Vorjahr um 20,5 % auf 52,5 Mio. € zu. Bezogen auf den Umsatz lag der Aufwand bei 4,7 % nach 4,9 % im Vorjahr.

Bei den allgemeinen Verwaltungskosten verzeichneten wir einen Anstieg von 12,8 % auf 65,7 Mio. €. Er ist unter anderem auf die Verstärkung bestimmter Funktionen wie bspw. der IT im Zusammenhang mit unserer Sartorius 2020-Strategie zurückzuführen. Bezogen auf den Umsatz reduzierten sich die allgemeinen Verwaltungskosten auf 5,9 % gegenüber 6,5 % im Vorjahr.

Der Saldo von sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen lag im Geschäftsjahr 2015 bei - 15,3 Mio. € (Vorjahr 5,5 Mio. €). Die Veränderung ist unter anderem auf Einflüsse aus Währungssicherungsgeschäften sowie gestiegene Sondereffekte zurückzuführen.

Insgesamt stiegen die operativen Aufwendungen des Konzerns im Vergleich zum Vorjahr um 20,6 %. Entsprechend legte das EBIT überproportional zum Umsatz um 52,5 % auf 192,3 Mio. € zu. Die EBIT-Marge stieg auf 17,3 % (Vorjahr 14,2 %).

Das Finanzergebnis verbesserte sich im Jahr 2015 auf - 20,0 Mio. € gegenüber - 29,9 Mio. € in 2014. Der Vorjahreswert war unter anderem durch Bewertungseinflüsse aus Sicherungsgeschäften in Verbindung mit der Refinanzierung unserer syndizierten Kredite beeinflusst. Im Berichtsjahr lag der Steueraufwand bei 55,0 Mio. € (Vorjahr 32,4 Mio. €). Die Steuerquote belief sich auf 31,9 % nach 33,6 % im Vorjahr.

Das Periodenergebnis stieg von 68,4 Mio. € auf 158,2 Mio. €. Auf die als nicht fortgeführte Aktivität auszuweisende Sparte Industrial Technologies entfielen 40,8 Mio. € (Vorjahr 4,5 Mio. €). Hierin enthalten ist der aus dem Verkauf resultierende Veräußerungsgewinn aus dem ersten Quartal 2015.

Der den Aktionären der Sartorius AG zuzurechnende Jahresüberschuss inklusive der nicht fortgeführten Aktivitäten stieg im Berichtsjahr auf 126,3 Mio. € gegenüber 48,5 Mio. € in 2014. Auf Minderheitsanteile entfielen 31,9 Mio. € (Vorjahr 19,9 Mio. €). Sie reflektieren im Wesentlichen die nicht durch den Sartorius Konzern gehaltenen Aktien an der Sartorius Stedim Biotech S.A.

Gewinn- und Verlustrechnung

in Mio. €201520141)in %
Umsatzerlöse1.114,8891,225,1
Kosten der umgesetzten Leistungen–563,0–468,4–20,2
Bruttoergebnis551,7422,830,5
Vertriebskosten–225,9–200,3–12,8
Forschungs- und Entwicklungskosten–52,5–43,6–20,5
Allgemeine Verwaltungskosten–65,7–58,3–12,8
Sonstige betriebliche Erträge
und Aufwendungen
–15,35,5–378,1
Überschuss vor Finanzergebnis
und Steuern (EBIT)
192,3126,152,5
Finanzielle Erträge6,63,497,5
Finanzielle Aufwendungen–26,6–33,320,0
Finanzergebnis–20,0–29,933,2
Ergebnis vor Steuern172,496,279,1
Ertragsteuern–55,0–32,4–69,8
Ergebnis nach Steuern aus
fortgeführten Aktivitäten
117,463,983,9
Ergebnis nach Steuern aus
nicht fortgeführten Aktivitäten
40,84,5801,5
Jahresüberschuss158,268,4131,4
Davon entfallen auf:
Aktionäre der Sartorius AG126,348,5160,5
Nicht beherrschende Anteile31,919,960,6

1) angepasst

Bereinigtes Ergebnis

Der Sartorius Konzern verwendet als zentrale Ertragskennziffer das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation, das underlying EBITDA. Nähere Informationen zu den Sondereffekten sind im Glossar zu finden.

Überleitung EBIT zu underlying EBITDA

in Mio. €20152014
EBIT192,3126,1
Sondereffekte12,68,3
Amortisation | Abschreibungen58,352,4
Underlying EBITDA263,2186,8

Im Geschäftsjahr 2015 steigerte der Sartorius Konzern sein Ergebnis erneut überproportional. So erhöhte sich das underlying EBITDA deutlich um 40,9 % auf 263,2 Mio. €. Die entsprechende Ergebnismarge verbesserte sich insbesondere aufgrund von Skaleneffekten von 21,0 % auf 23,6 % und übertraf unsere zu Jahresanfang kommunizierten Erwartungen. Das Wechselkursumfeld wirkte sich in der Berichtsperiode ebenfalls positiv aus und trug rund 0,5 Prozentpunkte zur Margenverbesserung bei.

Underlying
EBITDA
in Mio. €
Underlying
EBITDA-Marge
in %
Konzern263,223,6
Bioprocess Solutions214,526,5
Lab Products & Services48,816,0

Die Sparte Bioprocess Solutions steigerte ihr underlying EBITDA signifikant um 47,3 % von 145,6 Mio. € auf 214,5 Mio. €. Hierzu trugen vor allem mit dem Umsatzanstieg einhergehende Skaleneffekte bei. Die Ergebnismarge der Sparte stieg von 23,7 % auf 26,5 %. Die Sparte Lab Products & Services konnte ihr Ergebnis ebenfalls deutlich steigern. So erhöhte sich ihr underlying EBITDA umsatz- und wechselkursbedingt um 18,4 % von 41,2 Mio. € auf 48,8 Mio. Die Ergebnismarge verbesserte sich von 15,0 % auf 16,0 %.

Inklusive Sondereffekten in Höhe von – 12,6 Mio. € (Vorjahr - 8,3 Mio. €) und Abschreibungen belief sich das EBIT des Konzerns auf 192,3 Mio. € nach 126,1 Mio. € im Vorjahr. Die Sondereffekte ergaben sich im Wesentlichen aus verschiedenen spartenübergreifenden Projekten sowie der Integration von BioOutsource und Cellca. Die entsprechende EBIT-Marge lag bei 17,3 % nach 14,2 % im Vorjahr.

Maßgeblicher Jahresüberschuss

Das maßgebliche, den Aktionären der Sartorius AG zuzurechnende bereinigte Jahresergebnis erhöhte sich um 45,6 % auf 107,4 Mio. € nach 73,7 Mio. € im Vorjahr. Es ergibt sich durch die Bereinigung von Sondereffekten, der Herausrechnung von nicht-zahlungswirksamer Amortisation sowie auf Basis eines normalisierten Finanzergebnisses, jeweils einschließlich entsprechender Steueranteile. Das bereinigte Ergebnis je Stammaktie stieg um 45,7 % auf 6,29 € (Vorjahr 4,32 €) bzw. je Vorzugsaktie um 45,5 % auf 6,31 € (Vorjahr 4,34 €).

in Mio. € 2015 2014
EBIT 192,3 126,1
Sondereffekte 12,6 8,3
Amortisation 16,0 14,1
Normalisiertes Finanzergebnis1) –14,2 –20,2
Normalisierter Steueraufwand
(2015: 30 %, 2014: 30 %)2)
–62,0 –38,5
Bereinigtes Ergebnis nach Steuern 144,7 89,8
Nicht beherrschende Anteile –37,4 –23,7
Bereinigtes Ergebnis nach Steuern
und nach nicht beherrschenden Anteilen
107,4 66,1
Bereinigtes Ergebnis je Aktie
je Stammaktie (in €)
6,29 3,87
je Vorzugsaktie (in €)
6,31 3,89
Bereinigter Jahresüberschuss
nach nicht beherrschenden Anteilen3)
107,4 73,7
Bereinigtes Ergebnis je Aktie
je Stammaktie (in €)
6,29 4,32
je Vorzugsaktie (in €)
6,31 4,34

1) Finanzergebnis bereinigt um Bewertungseffekte aus Sicherungsgeschäften und periodenfremde Aufwendungen und Erträge

2) Underlying Steueraufwand, basierend auf dem bereinigten Ergebnis vor Steuern und nicht-zahlungswirksamer Amortisation

3) inklusive nicht fortgeführter Aktivitäten

Weitere Informationen zur Ergebnisentwicklung und zu den Sondereffekten der Konzernsparten finden sich auf den Seiten Geschäftsentwicklung Bioprocess Solutions und Geschäftsentwicklung Lab Products & Service.

Gewinnverwendung

Der Sartorius Konzern verfolgt das Ziel, seine Aktionäre angemessen am Erfolg des Unternehmens zu beteiligen und hat in den letzten Jahren die Dividenden kontinuierlich erhöht. Grundsätzlich orientiert sich unsere Dividendenpolitik daran, einen in etwa stabilen Anteil des maßgeblichen Jahresüberschusses (Definition siehe Glossar) an unsere Aktionäre auszuschütten.

Aufsichtsrat und Vorstand werden der Hauptversammlung am 7. April 2016 eine Erhöhung der Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2015 vorschlagen. Dieser Vorschlag wird eine Dividende je Vorzugsaktie von 1,52 € (Vorjahr 1,08 €) und von 1,50 € (Vorjahr 1,06 €) je Stammaktie vorsehen. Damit würde sich die Ausschüttungssumme um 41,5 % von 18,2 Mio. € auf 25,8 Mio. € erhöhen. Die entsprechende Ausschüttungsquote würde bei 24,0 % nach 24,7 % im Vorjahr liegen.

Forschung und Entwicklung

Im Berichtsjahr hat der Sartorius Konzern 52,5 Mio. € für Forschung und Entwicklung (F&E) aufgewendet. Im Vergleich zum Vorjahr (43,6 Mio. €) entspricht dies einer Steigerung von 20,5 %. Aufgrund des starken Umsatzwachstums und positiver Wechselkurseffekte lag die F&E-Quote mit 4,7 % leicht unter dem Vorjahreswert von 4,9 %.

Nach IFRS sind bestimmte Entwicklungskosten in der Bilanz zu aktivieren und in den Folgejahren abzuschreiben. Im Berichtsjahr lagen die Entwicklungsinvestitionen bei 12,3 Mio. € gegenüber 13,7 Mio. € im Vorjahr. Dies entspricht einem Anteil von 18,9 % (Vorjahr 24,0 %) am gesamten F&E-Aufwand des Konzerns. Die planmäßigen Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungsleistungen lagen im Berichtsjahr bei 5,5 Mio. € (Vorjahr 6,9 Mio. €). Diese werden seit dem Geschäftsjahr 2015 in den Kosten der umgesetzten Leistungen ausgewiesen. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreswerte entsprechend angepasst.

Zur Absicherung unseres vorhandenen Know-hows betreiben wir in unseren Sparten eine gezielte Schutzrechtspolitik. Wir überwachen systematisch die Einhaltung unserer Schutzrechte und prüfen nach Kosten-| Nutzen-Gesichtspunkten die Notwendigkeit, einzelne Schutzrechte weiter aufrechtzuerhalten.

Die Anzahl der Anmeldungen von Schutzrechten lag im Jahr 2015 bei 127 (Vorjahr 167). Im Ergebnis der Anmeldungen auch aus vorangegangenen Jahren wurden uns im Berichtsjahr 264 (Vorjahr 228) Schutzrechte erteilt. Zum Bilanzstichtag befanden sich insgesamt 3.190 gewerbliche Schutzrechte in unserem Bestand (Vorjahr 2.987).

Weitere Informationen finden Sie in den Sparten-Kapiteln Bioprocess Solutions und Lab Products & Services.

Investitionen

Im Berichtsjahr haben wir plangemäß unsere Investitionen deutlich erhöht. Sie beliefen sich auf 113,1 Mio. € gegenüber 80,9 Mio. € im Vorjahr. Die Investitionsquote bezogen auf den Umsatz lag bei 10,1 % nach 9,1 % im Vorjahr.

Ein wesentlicher Teil entfiel im Berichtsjahr auf Investitionen in die Erweiterung unserer Produktionskapazitäten, insbesondere in den Ausbau unserer Instrumenten- und Filterproduktion am Standort Göttingen sowie der Fertigung für Laborverbrauchsmaterialien in Stonehouse.

Die auf mehrere Jahre angelegte Zusammenführung und Erweiterung der Konzernzentrale in Göttingen schritt im Jahr 2015 weiter planmäßig voran.

Darüber hinaus haben wir in ein neues Datenzentrum investiert und unser neues ERP-System an unseren Standorten in den USA eingeführt.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die folgenden Mitarbeiterzahlen umfassen alle Beschäftigten mit Ausnahme von Auszubildenden, Praktikanten, Dauerabwesenden und Mitarbeitern in Altersteilzeit. Die Mitarbeiter werden nach Kopfzahl angegeben.

Am 31. Dezember 2015 waren 6.185 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Sartorius Konzern beschäftigt, 574 mehr als im Vorjahr. Darin enthalten sind 132 Mitarbeiter aus den beiden jüngsten Akquisitionen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

20152014Wachstum
in %
Konzern6.1855.61110,2
Bioprocess Solutions4.0303.52714,3
Lab Products & Services2.1552.0843,4

In der Sparte Bioprocess Solutions arbeitete zum Jahresende 2015 mit 65,2 % die Mehrheit der Belegschaft; 34,8 % waren in der Sparte Lab Products & Services beschäftigt. Die Mitarbeiter der zentralen Verwaltungsfunktionen wurden den Sparten nach erbrachter Leistung zugeordnet.

Der Mitarbeiterzuwachs in der Region EMEA um 11,8 % resultiert zu gut 3 Prozentpunkten aus den beiden Akquisitionen im Berichtsjahr. Der weitere Mitarbeiteraufbau ist im Wesentlichen auf eine Ausweitung der Produktion in Frankreich und in Tunesien zurückzuführen. An den deutschen Konzernstandorten, an denen wir 38,1 % unserer Mitarbeiter beschäftigen, betrug der Anstieg 4,9 %. Die Region Amerika verzeichnete nach kräftigeren Zuwächsen in den vergangenen Jahren ein Plus von 7,8 %. In der Region Asien | Pazifik stieg die Mitarbeiterzahl um 5,6 %.

Bezogen auf einzelne Funktionsbereiche arbeitete mit 58,5 % der größte Anteil der Belegschaft in der Produktion. Der Anstieg um 13,3 % ist vor allem dadurch bedingt, dass Sartorius an den Produktionsstandorten in Aubagne und Mohamdia aufgrund der guten Nachfrage nach Einweg-Bags neue Mitarbeiter eingestellt hat. Etwa ein Viertel der Konzernbelegschaft war in Marketing und Vertrieb tätig. Nachdem Sartorius bereits in den letzten Jahren seine Vertriebsteams verstärkt hatte, lag der Zuwachs 2015 bei 2,4 %. Die Beschäftigtenzahl in Forschung & Entwicklung stieg um 8,2 %; 7,2 % der Mitarbeiter arbeiteten 2015 in diesem Bereich. Der Anstieg ist zum Teil auf die beiden Zukäufe zurückzuführen, deren Mitarbeiter mehrheitlich in der F & E tätig sind. Der Zuwachs im Bereich Administration von 15,6 % ist vor allem durch Neueinstellungen in den Bereichen Finance, IT und HR in Frankreich und Deutschland bedingt sowie durch Personalaufbau in unterstützenden Funktionen in Puerto Rico. Der Anteil an der Gesamtbelegschaft betrug im Berichtsjahr 9,4 %.

In den folgenden Auswertungen sind die 132 Mitarbeiter von BioOutsource und Cellca nicht berücksichtigt.

Mitarbeiter nach Alter

Anzahl2015
in %
Anzahl2014
in %
16 – 20 Jahre270,4240,4
21 – 30 Jahre1.35522,41.18421,1
31 – 40 Jahre1.78929,61.66629,7
41 – 50 Jahre1.52225,11.47226,2
51 – 60 Jahre1.16319,21.09219,5
61 Jahre und älter1973,31733,1

Gut die Hälfte unserer Mitarbeiter war 2015 zwischen 31 und 50 Jahre alt. Das Durchschnittsalter aller Beschäftigten lag mit 40,5 Jahren etwas unter dem Vorjahreswert von 40,8 Jahren.

Zum 31. Dezember 2015 waren im Sartorius Konzern 3.797 Männer und 2.256 Frauen beschäftigt. Dies entspricht einem Anteil an der Gesamtbelegschaft von 62,7 % (Vorjahr 63,2 %) bzw. 37,3 % (Vorjahr 36,8 %).

Das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft vom 1. Mai 2015 verpflichtet Sartorius dazu, Zielgrößen für den Frauenanteil festzulegen, die bis zum 30. Juni 2017 erfüllt werden sollen. Der Frauenanteil auf der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands soll sich von 19 % am 30.6.2015 auf 25 % erhöhen. Auf der zweiten Führungsebene soll er von 27 % am 30.06.2015 auf 30 % steigen.

Neueinstellungen, Fluktuation, Betriebszugehörigkeit und Abwesenheit

2015 2014
Neueinstellungen 1.068 731
Abgänge1) 74 75
Fluktuationsquote2) exkl. auslaufender
befristeter Verträge (in %)
7,1 6,2
Fluktuationsquote2) inkl. auslaufender
befristeter Verträge (in %)
10,6 8,6
Durchschnittliche
Betriebszugehörigkeit (in Jahren)
9,5 9,8
Fehlzeitenquote (in %)3) 3,7 3,6

1) durch arbeitgeberseitige Kündigungen

2) Verhältnis von Unternehmensaustritten zur durchschnittlichen Beschäftigtenzahl im Berichtsjahr (2015: 5.872,8), inklusive arbeitnehmer- und arbeitgeberseitiger Kündigungen sowie altersbedingtem und sonstigem Ausscheiden

3) ohne Langzeitkranke, Abwesende wegen Mutterschutz, Elternzeit, Sabbatical und unbezahltem Urlaub

Die Fluktuationsrate, bei der Unternehmensaustritte ins Verhältnis zum durchschnittlichen Personalbestand gesetzt werden, lag bei Sartorius 2015 mit 10,6 % wieder auf vergleichsweise niedrigem Niveau; ohne die auslaufenden befristeten Verträge beträgt sie 7,1 %. Allgemein unterliegt die Fluktuation großen regionalen Unterschieden. Europa hat typischerweise die niedrigsten Werte, während in Asien Arbeitgeberwechsel üblicher sind und die Fluktuation deshalb dort gewöhnlich hoch ist. Auch bei Sartorius ist die Quote an den deutschen Konzernstandorten mit 3,1 % (ohne auslaufende befristete Verträge) am niedrigsten. In Indien hat Sartorius die Quote durch verschiedene Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung und -motivation in den vergangenen Jahren deutlich senken können. Nach langjährig zweistelligen Werten lag sie 2015 bei 8,2 % (ohne auslaufende befristete Verträge).

Die Fehlzeitenquote, also der Anteil der Sollarbeitszeit, der aufgrund allgemeiner Fehlzeiten nicht geleistet wurde, ist allgemein abhängig von Faktoren wie zum Beispiel Grippewellen. Bei Sartorius blieb sie im Berichtsjahr stabil bei 3,7 %. Die Anzahl der Tage, die jeder Mitarbeiter durchschnittlich krankheitsbedingt abwesend war, stieg leicht von 6,6 Tagen im Vorjahr auf 7,1 Tage im Geschäftsjahr.

Ausführliche Informationen über Sartorius als Arbeitgeber sowie unsere Personalstrategie und -entwicklung bietet das Kapitel „Nachhaltige Unternehmensführung“.