Vermögens- und Finanzlage

Cashflow

Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit des Sartorius Konzerns belief sich auf 125,4 Mio. € gegenüber 129,7 Mio. € im Vorjahr, in denen 4,0 Mio. € aus nicht fortgeführten Aktivitäten enthalten waren. Neben dem wachstumsbedingten Aufbau des Working Capitals wirkte sich im Berichtsjahr die Beendigung des Factoring-Programms mit einem Volumen von rund 50 Mio. € aus.

Die Investitionen lagen im Jahr 2015 wie geplant über denen des Vorjahres. Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionstätigkeit erhöhte sich dementsprechend von 82,0 Mio. € im Jahr 2014 auf 110,6 Mio. €.

Die Veräußerung der Sparte Industrial Technologies führte in der Berichtsperiode zu einem Brutto-Mittelzufluss von rund 90 Mio. €. Demgegenüber spiegeln die Mittelabflüsse aus Akquisitionen den Erwerb der Unternehmen BioOutsource Ltd. und Cellca GmbH wider. Insgesamt betrug der Netto-Cashflow aus Investitionstätigkeit und Akquisitionen | Devestitionen - 91,4 Mio. € gegenüber - 86,3 Mio. € in der Vergleichsperiode.

Der Sartorius Konzern konnte somit seine Investitionen und Akquisitionen wie im Vorjahr aus dem operativen Cashflow finanzieren.

Kapitalflussrechnung (Kurzform)

in Mio. €20152014
Netto-Cashflow aus operativer
Geschäftstätigkeit
125,4129,7
davon nicht fortgeführte Aktivitäten
1,04,0
Netto-Cashflow aus Investitionstätigkeit
und Akquisitionen
–91,4–86,3
davon nicht fortgeführte Aktivitäten
72,9–3,6
Netto-Cashflow aus
Finanzierungstätigkeit
–40,8–41,9
davon nicht fortgeführte Aktivitäten
0,00,0
Zahlungsmittel Endbestand52,840,6
Bruttoverschuldung396,8392,1
Nettoverschuldung344,0335,6

Konzernbilanz

Die Bilanzsumme des Sartorius Konzerns stieg zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 um 164,2 Mio. € auf 1.437,2 Mio. €.

Auf der Aktivseite erhöhten sich die langfristigen Vermögenswerte aufgrund der im Berichtsjahr erfolgten Investitionen und Akquisitionen um 122,9 Mio. € auf 959,9 Mio. €.

Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen mit 477,4 Mio. € um 41,3 Mio. € über dem Vorjahr. Dem Aufbau des Working Capitals stand die Veräußerung von Vermögenswerten in Höhe von 75,9 Mio. € im Zusammenhang mit dem Verkauf der Sparte Industrial Technologies zu Anfang des Berichtsjahres gegenüber.

Working Capital-Kennzahlen

in Tagen201520141)
Vorratsbindung
Vorräte | Umsatzerlösex 3606159
  
Forderungslaufzeit
Forderungen LuL | Umsatzerlösex 3606270
  
Netto-Working Capital-Bindung
Netto-Working Capital2) | Umsatzerlösex 3608792

1) ohne Berücksichtung des Factoring-Programms

2) Summe aus Vorräten und Forderungen LuL abzgl. Verbindlichkeiten aus LuL

Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital ergebnisbedingt von 497,7 Mio. € auf 644,8 Mio. €. Die Eigenkapitalquote des Sartorius Konzerns erhöhte sich auf 44,9 % gegenüber 39,1 % im Vorjahr.

Das kurz- und langfristige Fremdkapital des Sartorius Konzerns lag im Berichtsjahr mit 792,5 Mio. € geringfügig über dem Vorjahreswert von 775,4 Mio. €. Hierzu trug insbesondere der wachstumsbedingte Aufbau des Working Capitals bei. In Verbindung mit den nicht fortgeführten Aktivitäten wurden im Berichtsjahr Verbindlichkeiten in Höhe von 30,6 Mio. € veräußert.

Die Bruttoverschuldung lag mit 396,8 Mio. € etwa auf dem Niveau des Vorjahres von 392,1 Mio. €. Sie umfasst Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten inklusive Schuldscheindarlehen sowie Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing. Die Nettoverschuldung, das heißt die Bruttoverschuldung abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, stieg geringfügig von 335,6 Mio. € im Vorjahr auf 344,0 Mio. €.

Dynamischer Verschuldungsgrad

In Bezug auf die Fremdfinanzierungspotenziale des Sartorius Konzerns stellt der dynamische Verschuldungsgrad eine zentrale Größe dar. Er berechnet sich als Quotient aus Nettoverschuldung und underlying EBITDA. Zum 31. Dezember 2015 verbesserte er sich auf 1,3 nach 1,7 im Vorjahr. Der Vorjahreswert schließt die nicht fortgeführten Aktivitäten des Sartorius Konzerns mit ein.

Finanzierung | Treasury

Die Finanzierung des Sartorius Konzerns steht auf einer breiten Basis, die sowohl den kurzfristigen Mittelbedarf als auch die langfristige Strategie des Konzerns abdeckt.

Eine wesentliche Säule bildet die im Dezember 2014 abgeschlossene Konsortialkreditlinie in Höhe von 400 Mio. €, deren Laufzeit im Berichtsjahr auf insgesamt sechs Jahre verlängert wurde.

Ein weiterer Baustein der Unternehmensfinanzierung stellt das im Jahr 2012 begebene Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von 100 Mio. € und Laufzeiten von 5 bis 10 Jahren dar. Zudem bestehen mehrere langfristige Darlehen über insgesamt rund 190 Mio. €, unter anderem für die Erweiterung unserer Produktionskapazitäten. Darüber hinaus verfügen wir über diverse Working Capital- und Avalkreditlinien in Höhe von insgesamt rund 60 Mio. €.

Die vorgenannten Finanzierungsinstrumente umfassen sowohl Instrumente mit variablem als auch mit festem Zins. Variabel verzinsliche Bankverbindlichkeiten sind teilweise gegen einen Anstieg des allgemeinen Zinsniveaus abgesichert.

Der Sartorius Konzern ist infolge seiner weltweiten Geschäftsaktivitäten Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Zu den wesentlichen Währungen gehören insbesondere der US-Dollar sowie einige weitere, wie beispielsweise der japanische Yen, das britische Pfund und der Schweizer Franken. Durch sein globales Produktionsnetzwerk mit Produktionsstätten unter anderem in Nordamerika, Großbritannien, China und Indien kann Sartorius einen Großteil der Wechselkursschwankungen kompensieren.

Das verbleibende Netto-Exposure sichern wir in der Regel zu etwa zwei Dritteln mit einem Horizont von bis zu 1,5 Jahren durch Währungsgeschäfte ab.