Verkürzter Konzernzwischenabschluss

Gewinn- und Verlustrechnung

2. Quartal1)
2019
Mio. €
2. Quartal1)
2018
Mio. €
6 Monate
2019
Mio. €
6 Monate
2018
Mio. €
Umsatzerlöse 459,0 393,5 894,7 758,4
Kosten der umgesetzten Leistungen –222,9 –192,0 –435,5 –368,5
Bruttoergebnis 236,1 201,5 459,2 389,9
Vertriebskosten –93,3 –84,5 –182,6 –162,1
Forschungs- und Entwicklungskosten –22,7 –19,5 –45,3 –41,1
Allgemeine Verwaltungskosten –25,0 –23,3 –52,3 –46,3
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen2) –8,1 –6,6 –12,4 –16,9
Überschuss vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) 87,0 67,5 166,6 123,3
Finanzielle Erträge 1,8 –0,4 4,5 3,1
Finanzielle Aufwendungen –4,4 –6,5 –14,4 –14,1
Finanzergebnis –2,5 –6,9 –9,9 –11,0
Ergebnis vor Steuern 84,5 60,6 156,7 112,3
Ertragsteuern –22,8 –16,4 –42,3 –30,3
Periodenergebnis 61,7 44,3 114,4 82,0
Davon entfallen auf:        
Aktionäre der Sartorius AG
44,5 30,7 82,3 57,3
Nicht beherrschende Anteile
17,1 13,6 32,1 24,7
         
Ergebnis je Stammaktie (€) (unverwässert) 0,65 0,45 1,20 0,83
Ergebnis je Vorzugsaktie (€) (unverwässert) 0,65 0,45 1,21 0,84
         
Ergebnis je Stammaktie (€) (verwässert) 0,65 0,45 1,20 0,83
Ergebnis je Vorzugsaktie (€) (verwässert) 0,65 0,45 1,21 0,84

1) Die Zahlen des 2. Quartals waren nicht Bestandteil der prüferischen Durchsicht.

2) In der Position “Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen” sind nach sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres Sonderaufwendungen für Konzernprojekte sowie Akquisitions- und Integrationskosten in Höhe von 10,6 Mio. € (Vorjahr: 13,9 Mio. €) enthalten.

Gesamtergebnisrechnung

2. Quartal1)
2019
Mio. €
2. Quartal1)
2018
Mio. €
6 Monate
2019
Mio. €
6 Monate
2018
Mio. €
Periodenergebnis 61,7 44,3 114,4 82,0
Cashflow Hedges 1,7 –12,3 –2,2 –9,7
davon effektiver Teil der Veränderungen des beizulegenden
Zeitwertes
4,7 –8,8 –0,5 –2,1
davon umgegliedert in Gewinn oder Verlust –3,0 –3,5 –1,7 –7,6
Ertragsteuern auf die Absicherung künftiger Zahlungsströme –0,3 3,6 0,8 2,8
Nettoinvestition in einen ausländischen
Geschäftsbetrieb
–5,1 20,9 2,2 10,7
Ertragsteuern auf Nettoinvestitionen in einen ausländischen
Geschäftsbetrieb
1,4 –5,7 –0,6 –2,9
Währungsumrechnungsdifferenzen –12,3 7,4 –1,6 1,2
Posten, die möglicherweise in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden, nach Steuern
–14,6 14,0 –1,3 2,2
Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten
Versorgungsplänen
–6,8 0,2 –6,8 0,2
Ertragsteuern auf Posten, die nicht in die Gewinn- und
Verlustrechnung umgegliedert werden
2,0 0,0 2,0 0,0
Posten, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden, nach Steuern
–4,7 0,2 –4,7 0,2
Sonstiges Ergebnis nach Steuern –19,4 14,2 –6,1 2,4
Gesamtergebnis 42,3 58,4 108,3 84,3
Davon entfallen auf:        
Aktionäre der Sartorius AG
28,6 44,3 77,9 60,6
Nicht beherrschende Anteile
13,7 14,2 30,5 23,7

1) Die Zahlen des 2. Quartals waren nicht Bestandteil der prüferischen Durchsicht.

 

 

Bilanz

AKTIVA 30. Juni 2019
Mio. €
31. Dezember 2018
Mio. €
Langfristige Vermögenswerte    
Geschäfts- oder Firmenwerte 662,1 662,2
Sonstige Immaterielle Vermögenswerte 401,0 401,0
Sachanlagen 766,6 659,6
Finanzielle Vermögenswerte 25,6 28,8
Sonstige Vermögenswerte 1,5 0,7
Aktive latente Steuern 25,8 20,6
  1.882,6 1.772,9
Kurzfristige Vermögenswerte    
Vorräte 369,8 321,7
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 331,8 307,4
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 17,5 29,3
Ertragsteueransprüche 12,2 15,4
Sonstige Vermögenswerte 49,0 35,1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 53,8 45,2
  834,0 753,9
Summe Aktiva 2.716,6 2.526,9

 

PASSIVA 30. Juni 2019
Mio. €
31. Dezember 2018
Mio. €
Eigenkapital    
Den Aktionären der Sartorius AG
zustehendes Eigenkapital
771,5 740,6
Gezeichnetes Kapital
68,4 68,4
Kapitalrücklage
40,4 40,2
Andere Rücklagen und Bilanzergebnis
662,7 632,0
Nicht beherrschende Anteile
248,8 232,8
  1.020,3 973,4
Langfristiges Fremdkapital    
Pensionsrückstellungen 71,7 64,7
Sonstige Rückstellungen 8,1 7,8
Finanzverbindlichkeiten 916,5 878,5
Leasingverbindlichkeiten 52,0 16,1
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 22,4 21,9
Passive latente Steuern 80,6 83,7
  1.151,4 1.072,8
Kurzfristiges Fremdkapital    
Rückstellungen 15,6 16,3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
200,6 173,5
Finanzverbindlichkeiten 105,0 107,3
Leasingverbindlichkeiten 16,9 2,7
Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmern 68,5 63,0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 25,0 25,1
Ertragsteuerverbindlichkeiten 49,3 38,1
Sonstige Verbindlichkeiten 64,1 54,8
  544,9 480,7
Summe Passiva 2.716,6 2.526,9


Kapitalflussrechnung

6 Monate
2019
Mio. €
6 Monate
2018
Mio. €
Ergebnis vor Steuern 156,7 112,3
Finanzergebnis 9,9 11,0
Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 60,8 52,3
Gewinne | Verluste aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 0,0 –2,0
Veränderung der Rückstellungen –0,8 –2,8
Veränderung der Forderungen und sonstige Vermögenswerte –23,3 –44,1
Veränderung der Vorräte –45,5 –34,8
Veränderung der Verbindlichkeiten (ohne Finanzverbindlichkeiten) 40,2 32,9
Ertragsteuern –33,9 –34,0
Sonstige nicht zahlungswirksame Posten 1,0 1,1
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 165,1 92,0
Investitionsauszahlungen –114,7 –99,0
Einzahlungen aus Anlagenabgängen 0,0 2,0
Sonstige Zahlungen –1,3 –0,3
Cashflow aus Investitionstätigkeit, Akquisitionen und Desinvestitionen –116,0 –97,4
Einzahlungen für Zinsen 0,8 0,1
Auszahlungen für Zinsen und sonstige Finanzierungsauszahlungen
–12,2 –6,9
Dividendenzahlungen an:
   
– Aktionäre der Sartorius AG
–42,1 –34,5
– Nicht beherrschende Anteile
–14,5 –11,7
Tilgung von Finanzverbindlichkeiten –41,3 –19,6
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 67,2 71,1
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –41,9 –1,4
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7,2 –6,9
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode 45,2 59,4
Änderungen Konsolidierungskreis 2,2 0,0
Veränderung aus der Währungsumrechnung –0,8 –1,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Endbestand 53,8 51,2


Eigenkapitalveränderungsrechnung

in Mio. € Gezeichnetes
Kapital
Kapital-
rücklage
Hedging-
rücklage
Pensions-
rücklage
Gewinn-
rück-
lagen und
Bilanz-
gewinn
Unterschied
aus der
Währungs-
umrechnung
Aktio­nären der Sartorius AG zustehen­des Eigen­kapital Nicht
beherr-
schende
Anteile
Eigen-
kapital
Gesamt
Saldo zum 31.12.2017 68,4 39,7 11,4 –19,1 513,3 4,1 617,8 188,8 806,6
Anpassung aufgrund der Einführung von IFRS 9 0,0 0,0 0,0 0,0 0,4 0,0 0,4 0,0 0,4
Saldo zum 01.01.2018 68,4 39,7 11,4 –19,1 513,7 4,1 618,2 188,8 807,0
Periodenergebnis 0,0 0,0 0,0 0,0 57,3 0,0 57,3 24,7 82,0
Cashflow Hedges 0,0 0,0 –7,9 0,0 0,0 0,0 –7,9 –1,8 –9,7
Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 0,0 0,0 0,0 0,2 0,0 0,0 0,2 0,0 0,2
Währungsumrechnungsdifferenzen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 1,0 1,0 0,2 1,2
Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb 0,0 0,0 0,0 0,0 10,7 0,0 10,7 0,0 10,7
Steuereffekt 0,0 0,0 2,4 –0,1 –2,9 0,0 –0,5 0,5 0,0
Sonstiges Ergebnis nach
Steuern
0,0 0,0 –5,5 0,1 7,8 1,0 3,4 –1,0 2,4
Gesamtergebnis 0,0 0,0 –5,5 0,1 65,1 1,0 60,6 23,7 84,3
Aktienbasierte Vergütung 0,0 0,3 0,0 0,0 0,0 0,0 0,3 0,0 0,3
Dividenden 0,0 0,0 0,0 0,0 –34,5 0,0 –34,5 –11,7 –46,2
Sonstige
Eigenkapitalveränderungen
0,0 0,0 0,0 0,0 –0,2 0,0 –0,2 0,0 –0,1
Saldo zum 30.06.2018 68,4 39,9 5,9 –18,9 544,1 5,1 644,4 200,8 845,2
                   
Saldo zum 01.01.2019 68,4 40,2 3,3 –19,2 639,8 8,0 740,6 232,8 973,4
Periodenergebnis 0,0 0,0 0,0 0,0 82,3 0,0 82,3 32,1 114,4
Cashflow Hedges 0,0 0,0 –1,7 0,0 0,0 0,0 –1,7 –0,5 –2,2
Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 0,0 0,0 0,0 –5,8 0,0 0,0 –5,8 –0,9 –6,8
Währungsumrechnungsdifferenzen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 –1,0 –1,0 –0,7 –1,6
Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb 0,0 0,0 0,0 0,0 2,2 0,0 2,2 0,0 2,2
Steuereffekt 0,0 0,0 0,5 1,9 –0,6 0,0 1,8 0,5 2,3
Sonstiges Ergebnis nach
Steuern
0,0 0,0 –1,2 –3,9 1,6 –1,0 –4,5 –1,6 –6,1
Gesamtergebnis 0,0 0,0 –1,2 –3,9 84,0 –1,0 77,9 30,5 108,3
Aktienbasierte
Vergütung
0,0 0,3 0,0 0,0 0,0 0,0 0,3 0,0 0,3
Dividenden 0,0 0,0 0,0 0,0 –42,1 0,0 –42,1 –14,5 –56,5
Änderungen Konsolidierungskreis 0,0 0,0 0,0 0,0 –4,8 0,0 –4,8 0,0 –4,8
Sonstige
Eigenkapitalveränderungen
0,0 0,0 0,0 0,0 –0,4 0,0 –0,4 0,0 –0,4
Saldo zum 30.06.2019 68,4 40,4 2,2 –23,1 676,5 7,1 771,5 248,8 1.020,3

Segmentberichterstattung

Die Segmentabgrenzung ergibt sich gem. IFRS 8 aus dem sog. Management-Approach, d. h. die Festlegung der Segmente erfolgt in Analogie zur internen Steuerungs- und Berichtsstruktur des Unternehmens. Dementsprechend sind die Sparten Bioprocess Solutions sowie Lab Products & Services als operative Segmente anzusehen.

Die für die Beurteilung der Segmenterfolge relevante Erfolgsgröße ist für den Sartorius Konzern das sog. underlying EBITDA. Das EBITDA entspricht dem Überschuss vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen. Beim "underlying" EBITDA handelt es sich um ein um Sondereffekte bereinigtes, operatives Ergebnis. Als Sondereffekte gelten in diesem Zusammenhang Aufwendungen und Erträge, die einen außerordentlichen oder Einmalcharakter haben, dementsprechend die nachhaltige Ertragskraft des Segments verzerren und auch aus Konzernsicht einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der berichtspflichtigen Segmente entsprechen im Übrigen den allgemeinen Konzernbilanzierungsrichtlinien.

Umsatzerlöse Underlying EBITDA
in Mio. € 6 Mon. 2019 6 Mon. 2018 6 Mon. 2019 6 Mon. 2018
Bioprocess Solutions 676,6 550,3 198,3 153,9
Lab Products & Services 218,1 208,1 39,4 35,5
Summe  894,7 758,4 237,6 189,5
Überleitung zum Ergebnis vor Steuern        
Abschreibungen     –60,4 –52,3
Sondereffekte     –10,6 –13,9
Überschuss vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT)     166,6 123,3
Finanzergebnis     –9,9 –11,0
Ergebnis vor Steuern      156,7 112,3

Aufgliederung der Umsatzerlöse: Geografische Informationen nach Segmenten

Die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden gem. IFRS 15 sind nach den beiden Kategorien „Art der Produkte“ sowie „geographische Regionen“ aufgegliedert und in nachfolgender Tabelle dargestellt. Die Kategorisierung nach der „Art der Produkte“ entspricht den berichtspflichtigen Segmenten, da die Abgrenzung der berichteten Segmente insbesondere auf den unterschiedlichen vertriebenen Produkten basiert. Die regionale Zuordnung der Umsatzerlöse erfolgt nach dem Sitz des Kunden.

6 Mon. 2019 6 Mon. 2018
in Mio. € Konzern Bioprocess Solutions Lab Products & Services Konzern Bioprocess Solutions Lab Products & Services
Umsatz 894,7 676,6 218,1 758,4 550,3 208,1
- EMEA 362,0 264,7 97,3 324,4 229,5 94,9
- Amerika 308,2 248,5 59,7 249,6 195,8 53,9
-  Asien | Pazifik 224,5 163,4 61,1 184,4 125,1 59,3

Angaben zum verkürzten Zwischenabschluss

1. Allgemeine Informationen

Die Sartorius AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft deutschen Rechts und oberstes Mutterunternehmen des Sartorius Konzerns. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Göttingen (HRB 1970) eingetragen und hat ihren Sitz in Göttingen, Bundesrepublik Deutschland, Otto-Brenner-Str. 20.

Der Sartorius-Konzern ist ein Partner der biopharmazeutischen Forschung und Industrie. Die Sparte Lab Products & Services (LPS) konzentriert sich mit innovativen Laborinstrumenten und Verbrauchsmaterialien auf Forschungs- und Qualitätssicherungslabore in Pharma- und Biopharmaunternehmen und akademischen Forschungseinrichtungen. Die Sparte Bioprocess Solutions (BPS) trägt mit einem breiten Produktportfolio mit Fokus auf Einweg-Lösungen dazu bei, dass Biotech-Medikamente und Impfstoffe sicher und effizient hergestellt werden.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Konzernabschluss der Sartorius AG zum 31. Dezember 2018 wurde in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsstandards des IASB – den International Financial Reporting Standards (IFRS) – wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Im vorliegenden Zwischenabschluss, der nach den Anforderungen des IAS 34, Zwischenberichterstattung, aufgestellt ist, wurden – mit Ausnahme der im Geschäftsjahr erstmalig anzuwendenden geänderten Vorschriften – grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt, die auch dem vorangegangenen Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2018 zu Grunde lagen.

Ferner wurden sämtliche zum 30. Juni 2019 anzuwendenden Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC) beachtet. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Einzelnen im Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2018 erläutert. Die wesentlichen erstmalig angewendeten Standards bzw. die geänderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden in Abschnitt 4 erläutert.

Eine Liste der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften befindet sich im Geschäftsbericht 2018. Im laufenden Geschäftsjahr wurden folgende Gesellschaften, welche bislang aus Wesentlichkeitsgründen nicht vollkonsolidiert wurden, erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen:

  • Sartorius Argentina S.A., Buenos Aires, Argentinien
  • Sartorius do Brasil Ltda., Sao Paulo, Brasilien
  • Sartorius de México S.A. de C.V., Tepotzotlan, Mexiko
  • Sartorius Vietnam Co. Ltd., Ho Chi Minh Stadt, Vietnam

Zudem wurde zum 1. Januar 2019 die Beherrschung über die Gesellschaft Sartorius South Africa (Pty) Ltd. mit Sitz in Südafrika erworben. Aus Wesentlichkeitsgründen wird die Gesellschaft nicht konsolidiert.

Im Hinblick auf die Berechnung des Steueraufwands wird auf den Zwischenabschluss die Regelung des IAS 34.30c) angewendet, d. h. die für das Gesamtjahr erwartete Steuerquote Im Hinblick auf die Berechnung des Steueraufwands wird auf den Zwischenabschluss die Regelung des IAS 34.30c) angewendet, d. h. die für das Gesamtjahr erwartete Steuerquote von 27 % findet grundsätzlich Anwendung.

3. Ermessensentscheidungen und Schätzungen

Bei der Erstellung des Zwischenabschlusses wendet die Konzernleitung Schätzungen und Annahmen an, die nach bestem Wissen der gegenwärtigen und künftigen Situation der Periode getroffen werden. Die tatsächlichen Ergebnisse können jedoch von diesen Schätzwerten abweichen. Die wesentlichen Schätzungen und Annahmen sowie die wichtigsten Quellen von Unsicherheiten sind im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 unverändert geblieben.

4. Im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendete Rechnungslegungsvorschriften

Erstmalig in 2019 anzuwendende Standards

Der Konzern wendet die folgenden neuen Rechnungslegungsvorschriften erstmals in der Berichtsperiode an:

  • Jährliche Verbesserungen der IFRS: Zyklus 2015 – 2017 (veröffentlicht im Dez. 2017), Änderungen an IFRS 3, IFRS 11, IAS 12 und IAS 23
  • Änderungen an IAS 19, Änderungen in Bezug auf Planänderungen, -kürzungen oder -abgeltungen
  • Änderungen an IAS 28, Änderungen in Bezug auf langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures
  • Änderungen an IFRS 9, Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung
  • IFRIC 23, Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung
  • IFRS 16, Leasingverhältnisse

Nur der im Folgenden beschriebene IFRS 16 hatte Auswirkungen auf den Konzernabschluss. IFRS 16 schafft für Leasingnehmer die bisherige Unterscheidung von Leasingverhältnissen in Finanzierungs- und Operating-Leasingverhältnisse ab. Der Standard führt stattdessen ein einheitliches Rechnungslegungsmodell ein, wonach Leasingverhältnisse grundsätzlich in der Bilanz des Leasingnehmers zu erfassen sind. Ein Leasingnehmer erfasst ein Nutzungsrecht (right-of-use asset) sowie eine Schuld aus dem Leasingverhältnis, die seine Verpflichtung zu Leasingzahlungen darstellt.

Der Konzern wendet die Erleichterungsmöglichkeiten des Standards für kurzfristige Leasingverhältnisses sowie Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte an und erfasst die Leasingzahlungen für diese Verträge aufwandswirksam grundsätzlich linear über den Vertragszeitraum. Für diese Leasingverhältnisse werden somit keine Leasingverbindlichkeiten und Nutzungsrechte bilanziert. Für etwaige konzerninterne Leasingverhältnisse wird auf die Erfassung von Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 verzichtet. Überdies wendet der Konzern den Standard nicht auf Leasingverhältnisse über immaterielle Vermögenswerte an.

Der Konzern weist die Nutzungsrechte entsprechend den zugrunde liegenden Vermögenswerten in der Bilanz unter den Sachanlagen aus. Die Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen sowie etwaiger Wertminderungen angesetzt. Die Anschaffungskosten entsprechen dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen zuzüglich etwaiger Zahlungen, die bereits bei oder vor Beginn des Leasingverhältnisses gezahlt wurden, sowie etwaige anfängliche direkte Kosten (Abschlusskosten) und Kosten für die Wiederherstellung oder Demontage des Leasingobjekts. Die Abschreibung erfolgt grundsätzlich über den Leasingzeitraum. Wenn der Übergang des Eigentums am Ende des Leasingzeitraums vorgesehen ist, wird auf die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Leasingobjekts abgestellt. Die Abschreibungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung den Funktionskosten zugeordnet.

Der Bilanzausweis der Leasingverbindlichkeiten erfolgt separat. Leasingverbindlichkeiten werden erstmalig zum Barwert der künftigen Leasingzahlungen angesetzt. Die Diskontierung erfolgt in der Regel mit dem jeweiligen länder- und laufzeitspezifischen Grenzfremdkapitalzinssatz des Konzerns. In der Folge wird der Buchwert der Verbindlichkeiten aufgezinst und erfolgsneutral um die geleisteten Leasingzahlungen gemindert. Die Aufzinsung wird aufwandswirksam im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die Rechnungslegung beim Leasinggeber ist hingegen weitgehend vergleichbar dem Vorgängerstandard IAS 17 – das heißt, dass Leasinggeber Leasingverhältnisse weiterhin als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse einstufen.

Die Übergangsmethode sowie die Auswirkungen der Erstanwendung des Standards auf den Zwischenabschluss werden nachfolgend beschrieben.

Erstmalige Anwendung des IFRS 16, Leasingverhältnisse

Der Konzern wendet IFRS 16 erstmals im Geschäftsjahr 2019 an. Der Erstanwendungszeitpunkt ist somit der 1. Januar 2019. Die Umstellung auf IFRS 16 erfolgte in Übereinstimmung mit dem Standard anhand der modifiziert retrospektiven Methode, sodass die kumulierten Auswirkungen der erstmaligen Anwendung des Standards zum 1. Januar 2019 zu erfassen sind. Es ergab sich kein wesentlicher Anpassungsbedarf. Entsprechend der gewählten Übergangsmethode wurde keine Anpassung der Vergleichszahlen der Vorjahresperiode vorgenommen.

Der Konzern ist im Wesentlichen als Leasingnehmer durch den neuen Standard betroffen, da er nur in unwesentlichem Ausmaß als Leasinggeber auftritt. Für Leasingverhältnisse, die zuvor gemäß IAS 17 als Operating-Leasingverhältnisse eingestuft waren, erfasste der Konzern somit eine Leasingverbindlichkeit zum 1. Januar 2019. Zur Bewertung wurde jeweils der Barwert der verbleibenden Leasingzahlungen ermittelt unter Anwendung des Grenzfremdkapitalzinssatzes zum Erstanwendungszeitpunkt. Der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz betrug 2,1 %. Zum gleichen Zeitpunkt wurde für jedes derartige Leasingverhältnis ein Nutzungsrecht in Höhe der korrespondierenden Leasingverbindlichkeit angesetzt, gegebenenfalls korrigiert um etwaige bereits im Voraus geleistete bzw. abgegrenzte Leasingzahlungen. Bei der Bewertung des Nutzungsrechts zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung wurden etwaige anfängliche direkte Kosten nicht berücksichtigt. Überdies wurde auf eine Wertminderungsprüfung verzichtet und stattdessen auf unmittelbar vor dem Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 vorliegende belastende Verträge gemäß IAS 37 abgestellt. Es ergab sich hieraus kein Anpassungsbedarf im Erstanwendungszeitpunkt.

Für kurzfristige Leasingverhältnisse sowie für bisher als Operating-Leasingverhältnisse klassifizierte Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte wurden im Zuge der Erstanwendung des IFRS 16 keine Leasingverbindlichkeiten und Nutzungsrechte angesetzt. Für diese Leasingverhältnisse werden stattdessen in Übereinstimmung mit dem Standard die laufenden Leasingzahlungen aufwandswirksam linear über die Leasingdauer erfasst. Unabhängig von der ursprünglichen Vertragslaufzeit wurden auch für Leasingverhältnisse, deren Restlaufzeit zum Erstanwendungszeitpunkt zwölf Monate nicht überstieg, grundsätzlich keine Bilanzpositionen angesetzt. Die Bilanzierung dieser Leasingverhältnisse erfolgt analog zur Bilanzierung kurzfristiger Leasingverhältnisse. Die Restlaufzeiten der Leasingverhältnisse wurden jeweils auf Basis des Wissensstands zum 1. Januar 2019 beurteilt.

Für Leasingverhältnisse, die gemäß IAS 17 als Finanzierungsleasingverhältnisse eingestuft und somit bereits im Vorjahr bilanzwirksam waren, wurden die Buchwerte der zugehörigen Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2018 unverändert als Buchwerte der Nutzungsrechte und der Leasingverbindlichkeiten zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 übernommen.

Im Zuge der Erstanwendung des IFRS 16 wurden zum 1. Januar 2019 Nutzungsrechte in Höhe von rund 68 Mio. € (davon 18 Mio. € entfallend auf vorherige Finanzierungs-Leasingverhältnisse) sowie Leasingverbindlichkeiten in Höhe von rund 70 Mio. € (davon 19 Mio. € entfallend auf vorherige Finanzierungs-Leasingverhältnisse) angesetzt. Überdies wurden Leasingforderungen aus Untervermietung in Höhe von rund 1 Mio. € angesetzt. Der neue Standard führte im Erstanwendungszeitpunkt somit erwartungsgemäß zu einer Bilanzverlängerung um rund 51 Mio. €. Dies entspricht einer Minderung der Eigenkapitalquote von etwas weniger als einem Prozentpunkt.

Ausgehend von den finanziellen Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen gemäß IAS 17 zum 31. Dezember 2018 ergibt sich die nachfolgend dargestellte Überleitungsrechnung auf die Eröffnungsbilanzwerte der Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019.

in Mio. €
Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen nach IAS 17 zum 31. Dezember 2018 65
davon entfallend auf kurzfristige Leasingverhältnisse –2
davon entfallend auf Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte –5
Sonstiges –4
Relevante Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen (undiskontiert) 54
Effekt aus der Abzinsung –3
Relevante Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen (diskontiert) 51
Buchwert der Leasingverbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen nach IAS 17 zum 31. Dezember 2018 19
Buchwert der Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16 zum 1. Januar 2019 70

Zum 30. Juni 2019 betragen die Leasingverbindlichkeiten insgesamt 69 Mio. €. Hierin sind Leasingverbindlichkeiten aus bereits zum 31. Dezember 2018 vorliegenden Finanzierungs-Leasingverhältnissen in Höhe von rund 18 Mio. € enthalten. Die Zusammensetzung der in den Sachanlagen zum Erstanwendungszeitpunkt sowie zum 30. Juni 2019 enthaltenen Nutzungsrechte ist in nachfolgender Tabelle dargestellt. In den Nutzungsrechten zum 30. Juni 2019 sind Vermögenswerte aus bereits zum 31. Dezember 2018 vorliegenden Finanzierungs-Leasingverhältnissen in Höhe von rund 17 Mio. € enthalten. Die Abschreibungen auf Nutzungsrechte betrugen insgesamt im ersten Halbjahr 2019 9 Mio. €.

Nutzungsrechte in Mio. € 1. Januar 201930. Juni 2019
Grundstücke und Gebäude 5756
Technische Anlagen und Maschinen 22
Betriebs- und Geschäftsausstattung und andere Anlagen 99
Nettobuchwerte Nutzungsrechte gesamt 6868

5. Finanzinstrumente

Die folgende Tabelle stellt die Buch- und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente des Konzerns zum 30. Juni 2019 und zum 31. Dezember 2018 nach IFRS 9 dar.

Kategorie gem. IFRS 9 Buchwert 30. Juni 2019 in Mio. € Beizulegender Zeitwert 30. Juni 2019 in Mio. €
Beteiligungen an nicht-konsolidierten Tochterunternehmen N/A 11,0 11,0
Finanzanlagen Eigenkapitaltitel zum beizulegenden Zeitwert bewertet (erfolgswirksam) 2,1 2,1
Finanzanlagen Schuldtitel zum beizulegenden Zeitwert bewertet (erfolgswirksam) 10,3 10,3
Finanzielle Vermögenswerte Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 2,1 2,1
Finanzielle Vermögenswerte (langfristig) 25,6 25,6
Aktivischer Saldo aus Fertigungsaufträgen (Vertragsvermögenswerte) N/A 8,0 8,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 323,8 323,8
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
331,8 331,8
Forderungen und sonstige
Vermögenswerte
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 16,2 16,2
Derivative Finanzinstrumente in Sicherungsbeziehung1) N/A 1,2 1,2
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
(kurzfristig)
17,5 17,5
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 53,8 53,8
       
Finanzverbindlichkeiten Finanzielle
Verbindlichkeiten zu
Anschaffungskosten
1.021,5 1.036,3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
Finanzielle
Verbindlichkeiten zu
Anschaffungskosten
132,1 132,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen | erhaltene Anzahlungen
N/A 68,5 68,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
  200,6 200,6
Derivative Finanzinstrumente in Sicherungsbeziehung1) N/A 0,8 0,8
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle
Verbindlichkeiten zu
Anschaffungskosten
46,5 47,2
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten   47,3 48,1

1) Die Beträge enthalten jeweils auch den nicht designierten Teil der Derivate in Höhe von insgesamt 3,5 Mio. €.

Kategorie gem. IFRS 9 Buchwert 31. Dez. 2018 in Mio. € Beizulegender Zeitwert 31. Dez. 2018 in Mio. €
Beteiligungen an nicht-konsolidierten Tochterunternehmen N/A 13,4 13,4
Finanzanlagen Eigenkapitaltitel zum beizulegenden Zeitwert bewertet (erfolgswirksam) 2,1 2,1
Finanzanlagen Schuldtitel zum beizulegenden Zeitwert bewertet (erfolgswirksam) 7,8 7,8
Finanzielle Vermögenswerte Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 5,4 5,4
Finanzielle Vermögenswerte (langfristig) 28,8 28,8
Aktivischer Saldo aus Fertigungsaufträgen (Vertragsvermögenswerte) N/A 3,9 3,9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 303,5 303,5
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
307,4 307,4
Forderungen und sonstige
Vermögenswerte
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 25,9 25,9
Derivative Finanzinstrumente in Sicherungsbeziehung1) N/A 3,4 3,4
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
(kurzfristig)
29,3 29,3
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 45,2 45,2
       
Finanzverbindlichkeiten Finanzielle
Verbindlichkeiten zu
Anschaffungskosten
985,9 1.001,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
Finanzielle
Verbindlichkeiten zu
Anschaffungskosten
120,5 120,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen | erhaltene Anzahlungen
N/A 53,0 53,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
  173,5 173,5
Derivative Finanzinstrumente in Sicherungsbeziehung1) N/A 1,7 1,7
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle
Verbindlichkeiten zu
Anschaffungskosten
45,3 45,2
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten   47,0 47,0

1) Die Beträge enthalten jeweils auch den nicht designierten Teil der Derivate in Höhe von insgesamt - 3,1 Mio. € (31. Dezember 2018: - 4,1 Mio. €).

Der beizulegende Zeitwert ist definiert als der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden grundsätzlich basierend auf den am Bilanzstichtag verfügbaren Marktinformationen ermittelt und sind einer der drei Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten gemäß IFRS 13 zuzuordnen.

Finanzinstrumente der Stufe 1 werden auf Basis quotierter Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten bewertet. Innerhalb der Stufe 2 wird die Bewertung der Finanzinstrumente auf Basis von Faktoren, die aus beobachtbaren Marktdaten ableitbar sind, oder anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente durchgeführt. Finanzinstrumente der Stufe 3 werden auf Basis von Inputfaktoren, die nicht aus beobachtbaren Marktdaten ableitbar sind, bewertet.

Bei den zum Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert angesetzten Finanzinstrumenten handelt es sich insbesondere um Derivate in Form von Devisentermingeschäften. Die Bewertung erfolgte dabei jeweils auf Basis notierter Devisenkurse und am Markt erhältlicher Zinsstrukturkurven (Stufe 2).

Die Ermittlung der anzugebenden beizulegenden Zeitwerte für die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten (insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und aus Schuldscheindarlehen) erfolgte auf der Basis der Marktzinskurve unter Berücksichtigung aktueller (indikativer) Credit Spreads (Stufe 2).

Die anzugebenden beizulegenden Zeitwerte der übrigen finanziellen Vermögenswerte und Schulden entsprechen aufgrund ihrer überwiegend kurzen Restlaufzeit oder unveränderten Anschaffungskosten annähernd ihrem Buchwert.

Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben.

Umgliederungen zwischen den Hierarchiestufen werden zum Ende der Berichtsperiode erfasst, in denen die Änderung eingetreten ist. In der Berichtsperiode gab es keine Übertragungen zwischen den Stufen.

6. Nahestehende Personen und Unternehmen

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Konzerngesellschaften stehen in Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen im Sinne von IAS 24. Dies betrifft insbesondere Geschäfte mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen. Diese Transaktionen werden grundsätzlich zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.

In der Berichtsperiode wurden Umsatzerlöse in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr: 5,0 Mio. €) mit diesen Unternehmen erzielt, es bestanden Forderungen aus Darlehen sowie Lieferungen und Leistungen in Höhe von 4,7 Mio. € (14,9 Mio. €). Mit einem verbundenen Unternehmen besteht ein langfristiger Dienstleistungsvertrag, in der Berichtsperiode sind dafür im Konzernabschluss Aufwendungen in Höhe von 3,7 Mio. € (3,8 Mio. €) angefallen.

Zu weiteren Ausführungen auch im Hinblick auf nahestehende Personen wird auf den Geschäftsbericht 2018 (S. 161) verwiesen.

7. Sonstige Angaben

In der Zwischenberichtsperiode waren keine Wertminderungen von Vermögenswerten zu erfassen. Wertminderungstests sind insbesondere jährlich beim Goodwill und bei Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer durchzuführen.

In der Berichtsperiode hat die Sartorius AG eine Dividende in Höhe von 42,1 Mio. € gezahlt, von denen 20,9 Mio. € auf Stammaktien und 21,2 Mio. € auf Vorzugsaktien entfielen.

Der Vorstand hat den verkürzten Konzernzwischenabschluss am 18. Juli 2019 zur Veröffentlichung freigegeben. Eine prüferische Durchsicht des 6 -Monatsberichts seitens des Konzernabschlussprüfers ist erfolgt. Die Zahlen des Einzelquartals Q2 in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Gesamtergebnisrechnung waren nicht Bestandteil dieses Reviews.

8. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Bis zur Beendigung der Aufstellung des Zwischenabschlusses haben sich keine wesentlichen Ereignisse ergeben.

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die Sartorius Aktiengesellschaft, Göttingen

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss – bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie Angaben zum verkürzten Konzern-Zwischenabschluss– und den Konzernzwischenlagebericht der Sartorius Aktiengesellschaft, Göttingen, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2019, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach dem International Accounting Standard IAS 34 „Zwischenberichterstattung“, wie er in der EU anzuwenden ist, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grund¬sätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 „Zwischenberichterstattung“, wie er in der EU anzuwenden ist, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 „Zwischenberichterstattung“, wie er in der EU anzuwenden ist, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

 

Hannover, den 19. Juli 2019

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

 

Dr. Tonne
Wirtschaftsprüfer


Thiele
Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung zum 30. Juni 2019 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Göttingen, den 19. Juli 2019

Sartorius Aktiengesellschaft
Der Vorstand

Dr. Joachim Kreuzburg

Rainer Lehmann

Dr. René Fáber

John Gerard MacKay